Das Licht als Waffe


Was für einige, die sich mit Selbstverteidigung und Verteidigung mit Alltagsgegenständen auskennen, bereits ein alter Hut ist, erzeugt bei vielen noch Erstaunen.

Die Rede ist von der Verteidigung mittels Licht!


Jeder, der bereits einmal mit seinem Auto gegen die Sonne gefahren ist weiß, dass die Sicht doch mitunter sehr eingeschränkt ist. Bereits vor Hunderten von Jahren wurde das Licht als taktischer verbündeter bei kriegerischen Auseinandersetzungen genutzt. Der taktische erprobte Kämpfer positionierte sich immer so, dass er die Sonne in seinem Rücken hatte.

Die heutige Technik macht es möglich, dass jeder seine eigene "Sonne" mit sich führen kann, abseits von Vorschriften und Paragraphen des Waffengesetzes. Wer einmal in den Lichtstrahl einer modernen LED-Taschenlampe geschaut hat merkt schnell, dass dies nicht nur die Sicht nimmt, sondern auch für einige Sekunden Handlungsunfähig macht.

Viele An- und Übergriffe finden in der Regel in der Dunkelheit statt. Den Grund findet man sowohl in der Anonymität (Nachts sind alle Katzen grau), als auch in dem Überraschungsmoment, der dem Täter einen erheblichen Vorteil gegenüber seinem Opfer verschafft.


Schon allein deshalb macht es Sinn, eine Taschenlampe mit sich zu führen. Denn wer weiß, was in einer dunklen Ecke des Parkhauses, hinter einer Hecke oder sonst einem nicht einsehbarem Raum befindet, kann früher auf eine entsprechende Bedrohung reagieren und macht den Plan eines Angreifers schon im Vorfeld zu nichte.

Da taktische Lampen extrem robust und funktional konstruiert sind, hat man gleichzeitig auch ein Multifunktionswerkzeug zur Selbstverteidigung in der Hand. Sie dient nämlich neben dem Blenden bzw.Desorientieren des Angreifers auch als "Verstärker" für Stoß-, Schlag-, Hebel-, und Drucktechniken, wie sie auch mit einem Kubotan oder Self-Defense-Stick eingesetzt werden.

Schon vor einigen Jahren wurden bei der "Mutter aller Taschenlampen" der Mag-Lite, Griffe angeboten, die sie in ein Abwehrstock (wie bei einem Tonfa) umfunktionierten. Da die Größe und das Gewicht aber gegen einen zivilen Einsatz sprechen, sei das hier nur kurz aufgeführt.


Der entscheidende Vorteil, der sich aber gegenüber allen anderen "Hilfsmitteln zur Selbstverteidigung" bietet, ist die Tatsache, dass eine Taschenlampe weder nach dem Waffengesetz reglementiert wird, noch das sie großes Aufsehen erregt. Ein taktischer und zugleich hilfreicher Aspekt!!

Da es neben uns noch einige andere Anbieter von Kursen für die Verteidigung mit der Taschenlampe gibt und jeder seine eigene Erfahrung, Meinung und Ausbildungsverfahren hat, haben wir den taktischen/praktischen Einsatz, die Trage- und Funktionsweise sowie die Unterschiede der einzelnen Modelle hier nicht errötet.