Wie Drohen und Modellflieger zur tödlichen Gefahr werden.

Wir alle haben noch die Bilder vom 11. September 2001 im Kopf, an dem zwei Passagierflugzeuge in das World Trade Center in New York flogen und ein weiteres im Pentagon landete.

Von vielen medial unbemerkt, ereignete sich ziemlich genau 10 Jahre später wieder ein Vorfall, in dem das Pentagon erneut in das Visier von Attentätern geriet. Wieder sollte ein Flugzeug als „Waffe“ missbraucht werden. Allerdings in wesentlich kleinerer Ausführung und „bemannt“ mit Sprengstoff.


Der 26-jährige plante mit einem ferngesteuerten Miniflugzeug einen Anschlag auf das Pentagon, den Sitz des Verteidigungsministeriums, und das Kapitol, den Sitz des US-Parlaments, in Washington. Nach der Sprengstoffattacke wollte er mit Handfeuerwaffen auf die fliehenden Menschen schießen. Sein Ziel: möglichst viele US-Amerikaner zu töten. 1

Im Jahre 2013 wurden auch in Deutschland zwei solcher möglichen Vorgehensweisen durch die Polizei aufgedeckt.

Im August soll ein 23-Jähriger ohne festen Wohnsitz einen 42-Jährigen aus dem Raum Emmendingen zum Bau einer Sprengvorrichtung angestiftet haben. Dieser Sprengsatz hätte dann, so soll es angedacht worden sein, mit einem Modellflugzeug bei einer Veranstaltung politischer Gegner gezündet werden sollen. 2

Zwei Monate zuvor, im Juni 2013 standen zwei Männer tunesischer Herkunft im Verdacht, einen Terroranschlag mit ferngesteuerten Modellflugzeugen geplant zu haben. Die beiden sollen sich dafür gezielt Informationen und Gegenstände beschafft haben. 3

Bereits in den 70er Jahren gab es Pläne der Roten Armee Fraktion (RAF), einen Sprengstoff-Anschlag mittels Modellflugzeug auf Franz -Josef Strauß zu verüben. Das berichten die Kinder des ehemaligen CSU-Vorsitzenden, Monika Hohlmeier und Franz Georg Strauß, im September 2008

Leider wird diese terroristische Vorgehnsweise immer noch unterschätzt. Viele Medien versuchen die Gefahr zu verharmlosen, in dem sie die technischen Möglichkeiten sehr eingrenzen.


Ich zitiere aus dem Artikel 4:

„Modellflugzeuge können durchaus Lasten tragen, aber nicht viel. Laut Deutschem Modellflieger Verband können die größten und schwersten Modelle mit einem maximalen Gesamtgewicht höchstens drei bis fünf Kilogramm transportieren…….“

Hat sich dort jemand mal die Arbeit gemacht, zu recherchieren, welche Wirkung drei bis fünf Kilo Sprengstoff anrichten können???



Und weiter heißt es: „Allerdings bleiben Probleme: Die Steuerung ist schwierig. Es braucht viel Platz, um das Flugzeug in die Luft zu bekommen; je größer das Modell, desto länger muss die Startbahn sein. Außerdem ließen sich Flieger, die eine Reichweite von zwei bis drei Kilometern haben, nicht mehr auf Sicht lenken, sondern nur per GPS-System. Das jedoch sei nicht punktgenau zu steuern. „

Nun, dieser Artikel stammt aus dem Jahr 2013. Nur ein Jahr später, begann der kommerzielle Erfolg von unbemannten Flugobjekten, die die oben genannten Probleme mit einem Schlag vom Tisch räumten.

Die Rede ist von sogenannten Quadrocoptern, Drohnen und ähnlichen Konstruktionen wie Oktocoptern, Hexacoptern.

Was bis dahin nur dem Militär vorbehalten war, konnte sich jeder Technikfreak nun ins heimische Wohnzimmer holen.

Bereits an Weihnachten 2014 waren Drohnen eines der beliebtesten Weihnachtsgeschenke. 5


Bis 2016 wurden in Deutschland etwa 400.000 Drohnen verkauft.

Zwar gibt es in Deutschland Vorschriften die beim Drohnenflug zu beachten sind, dass Terroristen darauf Rücksicht nehmen, kann allerdings ausgeschlossen werden, so dass ich diese hier nicht näher beleuchten werde.

Dass eine Drohne nicht unbedingt mit Sprengstoff bestückt werden muss, zeigt ein versierter Bastler mit seinem Quadrocopter, der diesen mit einem funktionsfähigen Schnellfeuergewehr bestückt hat. Als Beweis und zur besseren Visierung nahm er das ganze mittels eingebauter Kamera auch gleich auf Video auf.

Da das Video aber aus dem Jahre 2012 stammt, wurde es von den Medien entweder nicht recherchiert, oder zur Vermeidung von Panik schlichtweg unterschlagen.




Auch ein anderes Videos aus den folgenden Jahren zeigt eine simplere Form der „Flying Gun“.



Fazit:

Die Gefahr von Drohnen und Co. ist gegenwärtig nur latent. Es ist aber nur eine Frage der Zeit, wann und wo ein terroristischer Anschlag mittels Drohne stattfindet und wie die Reaktionen darauf hin aussehen.

Aufgrund der „Da wussten wir nichts davon“-Mentalität unserer Politiker wird vermutlich danach zuerst über eine Verschärfung der Drohnengesetze nachgedacht werden.

Dieser Artikel soll euch zeigen, dass dies alles keine Zukunftsmusik oder Fantasiegebilde sind und kann vielleicht helfen, etwas aufmerksamer durch Leben zu gehen.





Quellen:

1 http://www.berliner-zeitung.de/politik/terrorverdaechtiger-gefasst-fbi-verhindert-anschlag-mit-modellflugzeug-10784694

2 https://www.pz-news.de/baden-wuerttemberg_artikel,-Rechtsextremer-Anschlag-Bombe-im-Modellflugzeug-_arid,439607.html

3 http://www.abendblatt.de/nachrichten/article117426291/Islamisten-planten-offenbar-Anschlag-mit-Modellflugzeug.html

4 http://www.sz-online.de/sachsen/anschlag-mit-modellflugzeugen-geplant-2603155.html

5 http://www.stern.de/digital/homeentertainment/drohnen-sind-eines-der-beliebtesten-weihnachtsgeschenke-3231536.html